Was ist Staudensellerie?

Steckbrief

Beim Staudensellerie handelt es sich um eine Form des echten Sellerie (Apium graveolens). Im Volksmund ist er auch als Stangen-, Stiel- oder Bleichsellerie bekannt. Er bildet nur eine kleine Knolle aus, aber dafür bis zu 70 Zentimeter lange Blattstiele.

Botanisch eingeordnet ist Sellerie in die Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Wie übrigens auch Petersilie, Fenchel und Dill.

Staudensellerie
Staudensellerie

In der Küche lässt sich Staudensellerie vielseitig einsetzen. Man kann ihn dünsten, schmoren sowie als Geschmacksbasis und Einlage für Suppen und Eintöpfe verwenden.

Sellerie (Apium graveolens)

Zur Gattung Apium zählen 20 bis 30 Arten. Ihr bekanntestes Mitglied dürfte der Echte Sellerie (Apium graveolens) sein.

Knollen- und Staudensellerie
Knollen- und Staudensellerie

Neben dem Staudensellerie gibt es noch 2 weitere Formen.

Knollensellerie

Knollensellerie
Knollensellerie

Knollensellerie ist nicht nur eine gute Basis für Suppen, Eintöpfe und Soßen. Er schmeckt auch roh sehr gut, zum Beispiel fein gerieben als Salat in Kombination mit Karotten. Er ist ein fester Bestandteil des Suppengrün und von tiefgefrorenen Suppengemüsemischungen.

Die Blätter und Stiele von Knollensellerie sind ebenfalls essbar. Sie werden aber nicht ganz so groß wie die des Staudensellerie.

Schnittsellerie

Schnittsellerie

Die Blätter des Schnittsellerie sind etwas feiner und können wie oder als Alternative zu Petersilie verwendet werden. Er wird als Bundware im oder Topf angeboten. Als Topfpflanze bleibt er auch in der Wohnung lange frisch. Ideal ist ein heller Standort mit Morgen- oder Abendsonne. Die Erde hält man gleichmäßig feucht aber nicht tropfnass.

Selleriesamen

Selleriesamen

Auch die Samen des Sellerie eignen sich zum Verfeinern von Speisen. Sie sind ungefähr 2 Millimeter groß. Man kann sie entweder in einer Pfeffermühle mahlen oder ganz, 5-10 Minuten vor dem Ende der Kochzeit ins Gericht geben. Sie eignen sich auch zum Mitkochen in einem Teeei.

Nährwerte und Inhaltsstoffe

Staudensellerie besteht zu 93 % aus Wasser.

Närhwerte Staudensellerie frisch (je 100 g)
  • Brennwert: 64 kj
  • Kalorien: 15 kcal
  • Kohlenhydrate: 2,2 g
  • Ballaststoffe: 2,6 g
  • Eiweiß: 1,2 g
  • Fett: 0,2 g

Quelle –>

Vitamine, Mineralstoffe (Auszug)
  • Calcium
  • Eisen
  • Kalium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Niacin
  • Phosphor
  • Vitamine B 1, B 2, B 6, B 12, C, E

Quelle: Lothar Bendel: Das große Lexikon der Kräuter, Gewürze, Früchte und Gemüse. ISBN 978-3-86647-511-3

Selleriesalat

Der bekannteste Salat auf Selleriebasis, dürfte der Waldorfsalat sein. Er wird aus Knollensellerie, Äpfeln und Walnüssen hergestellt.

Weitere Dressingrezepte, die auch zu Sellerie passen, finden Sie hier.

Insalata Apiaceae (Doldenblütlersalat)

Dieser Salat besteht hauptsächlich aus mit Sellerie verwandtem Wurzelgemüse, aus der Doldenblütler-Familie. Zwiebel, Knoblauch und Schnittlauch gehören dazu aber nicht, das sind Amaryllisgewächse.

Selleriesalat
Selleriesalat mit Wurzelpetersilie (unten), Knollensellerie (links), Pastinake (rechts) und Karotte (oben).
Zutaten Salat
  • Knollensellerie (50 g)
  • Staudensellerie (50 g)
  • Karotte (100 g)
  • Pastinake (100 g)
  • Wurzelpetersilie (50 G)
  • Rote Zwiebel (1)
Zubereitung Salat

Das Gemüse putzen und falls nötig schälen.

Staudensellerie und Zwiebel in etwa gleich große Stücke schneiden und mit etwas Butter und einer Prise Salz anschwitzen. Sobald die gewünschte Bissfeste erreicht ist, die Pfanne zum Abkühlen vom Herd nehmen.

Vom Wurzelgemüse habe ich Karotte und Wurzelpetersilie auf der feinen und Knollensellerie Pastinake auf der groben Seite des Gemüsehobel gerieben. Das bringt mehr Biss in den Salat.

Zutaten Dressing (reicht für ca. 500 g Salat)
  • Sauerrahm/saure Sahne (200 g)
  • Milch (50 g)
  • Apfelessig (1 Teelöffel)
  • Walnussöl (4 Teelöffel)
  • Knoblauch (1 Zehe)
  • Sojasoße (1 halber Teelöffel)
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Sternanispulver, Zucker
  • Schnittlauch, fein geschnitten
Zubereitung Dressing

Die Knoblauchzehe reiben oder zerdrücken und mit den restlichen Zutaten mischen, bis ein sähmiges Dressing entsteht.

Am besten schmeckt der Insalata Apiaceae, wenn man ihn für mindestens 4 Stunden im Dressing ziehen lässt.

Der feingeschnittene Schnittlauch wird erst kurz vor dem Servieren dazugegeben.